CD 2016

 LADISLAV KUPKOVIČ - CHAMBER MUSIC FOR VIOLIN AND PIANO

CD ist im E-Shop DISKANT erhältlich (englisch)

Der Komponist, Dirigent und Pädagoge Ladislav Kupkovič wurde am 17. März 1936 in Bratislava geboren. Nach Abschluss seines Violinstudiums am Konservatorium und an der Hochschule für musische Künste in Bratislava, an der er gleichzeitig auch das Dirigieren studierte, wurde er Orchesterdirigent im Ensemble Mladé srdcia (Junge Herzen) und Orchestermitglied des Volkskunstensembles Lúčnica. Ab 1960 war er Mitglied der Slowakischen Philharmonie. Im Jahr 1963 initiierte er die Gründung des Ensembles Hudba dneška (Musik von heute), das sich mit der Interpretation experimenteller Musik befasste. Er gehörte zu den aktivsten jungen Komponisten. Im Jahr 1967 erhielt er den Prestigepreis „Igric" für die beste Filmmusik des Jahres. Seine beträchtlichen Kompositions- und Interpretationsleistungen verschafften ihm im Jahr 1969 ein DAAD-Stipendium für einen einjährigen Kreativaufenthalt in West-Berlin. Nach Beendigung des Stipendiums entschied er sich, nach Westdeutschland auszuwandern. Seine Wirkungsstätte war Köln. Im Jahr 1973 bekam er den Ruf an die Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover für die Fächer Neue Musik, Tonsatz und Komposition; 1976 wurde er zum Universitätsprofessor ernannt. Seit den siebziger Jahren wandte sich Ladislav Kupkovič nach seinen Avantgarde-Werken stilistisch immer mehr den tonalen Musikkompositionen zu. Neben einer erfolgreichen Lehrtätigkeit entstanden hier seine umfangreichen und vielfältigen Kompositionen, zu denen drei Opern, sieben Sinfonien, Sonaten, Streichquartette, kleine virtuose Stücke und hunderte Musiken für Film, Fernsehen und Bühne zählten. Mit dem kirchenmusikalischen Werk Missa Ioannis Pauli Secundi gewann er 1980 den 1. Preis bei der Kirchenmusikwoche Neuss. Mit seinem umfangreichen Musikwerk, das inzwischen internationale Anerkennung erlangte, konnte sich das Musikpublikum in der Slowakei erst nach 1990 vertraut machen. Für seinen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der slowakischen Musikkultur wurde ihm im Mai 2016 der Spezialpreis der Slowakischen Vereinigung des Urheberrechtsschutzes (SOZA) verliehen. Am 15. Juni des gleichen Jahres starb Ladislav Kupkovič in Hannover.

TRACKLIST:

Sonatine Nr. 3 D-Dur (1979) - MP3 DOWNLOAD
Allegro moderato - Vivo - Andante - Presto non troppo
Thema und 13 Variationen (1981) - MP3 DOWNLOAD
Sonate Nr. 5 f-Moll (1991)
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Sostenuto - Andante - Vivo - Non troppo
Armenische Lieder aus Garin (1989) - MP3 DOWNLOAD
Marsch F-Dur (1980) - MP3 DOWNLOAD
Doppelmarsch G-Dur (1998)
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Compliment (2012)
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Talisman (2013)
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Souvenir (1971)
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Czechoslovak chamber duo / Československé komorné duo
Pavel Burdych, violin  
Zuzana Berešová, piano

 

BÉLA KÉLER: WALZER FÜR VIOLINE UND KLAVIER

CD ist im E-Shop VIDEOROHAL erhältlich (slovakisch)

Im Frühstadium seiner Kompositionsarbeit schrieb Béla Kéler 49 Walzer ohne Opuszahl, vor allem für Klavier. Seit 1845 schrieb er 27 Walzer für Orchester mit Opuszahl. Gewöhnlich schuf er davon auch Versionen für Violine und Klavier, Soloklavier und Klavier zu vier Händen. Alle Walzer haben eine feste Struktur: Introduktion, fünf unabhängige Tänze und Finale. Der Walzer Deutsches Gemüthsleben, op. 88 vollendete Kéler am 29. März 1870. Das Manuskript des Werks gehört zur Sammlung des Šariš Museums in Bardejov. Die Uraufführung fand am 21. März 1871 in Wiesbaden statt. Den Walzer Am schönen Rhein, gedenk ich Dein, op. 83 führte Kéler zum ersten Mal in Wiesbaden am 28. August 1868 auf, nach seiner Rückkehr aus Bartfeld. Der Walzer stellt eine Erinnerung an Kélers Heimatstadt dar. Die einleitenden Töne dieses Walzers wurden auf Kélers Grabstein in Wiesbaden eingraviert. Von der Qualität her wurde diese Komposition oft mit Johann Strauß´ Walzer „An der schönen blauen Donau" verglichen. Das Kompositionsdatum des Walzers Unter Italiens blauem Himmel ist unbekannt. Offensichtlich ist dies einer der letzten Walzer Kélers, der nicht mehr gedruckt wurde, und auch keine Opuszahl mehr erhielt. Die einzelnen Tänze haben ungewöhnliche Namen. Im Finale "Addio Italia" wird das neapolitanische Lied „Santa Lucia" zitiert. Den Walzer Die letzten Glückstunden, op. 100 beendete Kéler am 22. November 1872 und er wurde einen Monat später zum ersten Mal aufgeführt. In der Introduktion schlägt eine imaginäre Uhr elf Mal, zur letzten Stunde des Spielbetriebs eines Wiesbadener Kasinos, beschrieben in Form von fünf Tänzen. Das Werk endet mit dem Zitat des deutschen Liedes „So leb denn wohl du stilles Haus". Der Walzer Vom Rhein zur Donau, op. 138 schrieb Kéler am 17. März 1876 in Wiesbaden zu Ende. Durch deutsche und österreichische Motive vermittelt er eine Atmosphäre der zwei europäischen Flüsse, in deren Nähe er tätig war. Die Komposition Österreich-Ungarn- Walzer, op. 91 beendete Kéler am 25. Januar 1871. In der Introduktion stellt er Melodien ungarischer und österreichischer Volkslieder vor. Während des Walzers verwendet er in beeindruckendem Kontrast Motive österreichischen und ungarischen Charakters und schließt ihn mit Fragmenten aus dem Rákóczi Marsch und Haydns Kaiserhymne.

TRACKLIST:

1. Deutsches Gemüthsleben, op. 88 - MP3 DOWNLOAD
2. Am schönen Rhein gedenk ich Dein, op. 83 -
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3. Unter Italiens blauem Himmel -
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4. Die letzten Glückstunden, op. 100 -
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5. Vom Rhein zur Donau, op. 138 -
MP3 DOWNLOAD
6. Österreich-Ungarn Walzer, op. 91 -
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Československé komorné duo / Tschechoslowakisches Kammerduo
Pavel Burdych, husle / Violine
Zuzana Berešová, klavír / Klavier

CD 2012  

 
CZECHOSLOVAK CHAMBER DUO  
(Profil CD)
 
 
 
CD ist im E-Shop RADIOTEKA erhältlich (tschechisch)

Der slowakische Komponist Mikuláš Schneider-Trnavský (1881-1958) gehört zu den großen Persönlichkeiten der slowakischen Musik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. In seinen Werken widmete er sich vor allem dem slowakischen Volkslied und den liturgischen Musikformen. Die Kammermusik nimmt in der Werkhierarchie von Trnavský einen relativ geringen Platz ein. Ihr einziger bedeutsamer Vertreter ist die Sonate g-moll für Violine und Klavier, Op. 12 aus dem Jahre 1904. Der Kompositionsinhalt spiegelt die junge temperamentvolle Persönlichkeit des Autors wider: Witz, melodische Invention, Neigung zur Lyrik und Meditation. Die Sonate gehört zu den Pfeilern der klassischen slowakischen Kammermusik.

Der slowakische Komponist und Klangkünstler Peter Machajdík (* 1961) nimmt in der Welt der gegenwärtigen Musik eine besondere Stelle ein. Internationale Anerkennung erhielt er nach dem Erfolg seines multimedialen Projektes Intime Musik auf dem Festival Inventionen 1994 in Berlin. Machajdík arbeitet mit Kammerensembles, Orchestern, Choreographen, Tänzern und bildenden Künstlern zusammen. Er komponiert Film- und Theatermusik. Für eines seiner Streichquartette erhielt er mit dem Ján-Levoslav-Bella-Preis den bedeutendsten Preis im Bereich der klassischen Musik in der Slowakei. Die Sonate Rosenberg für Violine und Klavier aus dem Jahre 2010 ist eine Komposition von einzigartiger Klang-Architektur, die mit Minimalismus spielt. Trotzdem sagt sie über die reiche musikalische und philosophische Denkweise des Autors aus. Das Tschechoslowakische Kammerduo führte die Sonate Rosenberg auf dem Festival Forfest in Kroměříž auf. Mehr Informationen über Peter Machajdík finden Sie auf www.machajdik.de .

Der tschechische Komponist Antonín Dvořák (1841-1904) gehört zu den berühmtesten Persönlichkeiten der tschechischen Nation. Mehr als ein Jahrhundert dauert intensives Interesse für seine Musik sowohl in seiner Heimat, als auch auf der ganzen Welt an. Die Jahre von 1878 bis 1880 werden im Kontext des Werks von Dvořák als Slawische Periode bezeichnet. Sie zeichnen sich durch starke Neigung zur slawischen Volksmusik aus und stellen zugleich seine fruchtbarste Periode dar. Während einer kurzen Zeit entstand eine große Anzahl von Kompositionen. Am Ende dieser Periode schrieb Dvořák auch relativ wenig gespielte Sonate F-Dur, Op. 57 für Violine und Klavier, die als einzige seiner erhaltenen Kompositionen die Bezeichnung „Sonate" trägt. Sie entstand fast zeitgleich mit dem berühmten Violinkonzert a-moll, op. 53 im Jahre 1880 und stellt diesem im Grunde einen lyrischen Gegenteil dar. Ihr Inhaltsaufbau zum fröhlichen Schlusssatz ist derselbe wie beim Konzert. Die Form der Komposition, Umgang mit Motiven und auch Klangverbindung beider Instrumente verraten die Hand eines Meisters.

TRACKLIST:
 
Mikuláš Schneider-Trnavský
Sonata in G minor, Op. 12 (1904) -
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1. Allegro 8:37
2. Scherzo 2:06
3. Adagio 4:29
4. Rondo 4:02

Peter Machajdík
Rosenberg Sonata (2010) - MP3 DOWNLOAD
5. Moderato 3:01
6. Lento 3:36
7. Allegro 7:07

Antonín Dvořák
Sonata in F major, Op. 57 (1880) - MP3 DOWNLOAD
8. Allegro, ma non troppo 12:03
9. Poco sostenuto 6:50
10. Allegro molto 6:21
 
Czechoslovak Chamber Duo
Československé komorní duo

Pavel Burdych, violin/housle
Zuzana Berešová, piano/klavír